Freitag
- 18.12.2009 -
Algarve Regional
Erdbeben an der Algarve
Erdstöße mit Stärke 6,3 erschüttert Südportugal
Durch ein heftiges Erdbeben auf der iberischen Halbinsel in Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden Zehntausende von Portugiesen und Spaniern geweckt, zahlreiche Menschen verließen ihre Häuser und rannten auf die Straßen.
Gegen drei Uhr morgens bebte die Erde für ca. zwei Minuten und ließ an der portugiesischen Algarve und in Andalusien den Boden und die Wände erzittern. Der von den Behörden angegebene Maximalwert der Erdstöße hatte eine Stärke von 6,3 auf der Richterskala.
Das Epizentrum befand sich laut Aussagen der Experten ca. 100km vom Kap São Vicente entfernt im Atlantik vor der portugiesischen Südküste, aufgrund der Entfernung zum Land hielt sich die Zahl der Schäden in Grenzen, auch Verletzte gab es keine. Laut Aussagen einiger Bewohner im Zentrum der Algarve gab es einen Stromausfall in Lagoa und Risse in den Wänden. Der Flughafen Faro in der Algarve liegt etwa 190 Kilometer vom Bebenzentrum entfernt.
Nach verschiedenen Angaben lag die Tiefe des Erdbebenherdes 58 Kilometern, nach Messungen des US-Amerikanischen Geologischen Institutes nur bei etwa zehn Kilometern; elf kleinere Nachbeben wurden in den darauffolgenden Stunden von den portugiesischen Behörden registriert. „Hätte das Erdbebenzentrum unter der iberischen Halbinsel gelegen, wären vermutlich Gebäude eingestürzt“, so ein Sprecher. Die Erdstöße waren auch an der marokkanischen Küste spürbar.
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